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Letzten Monat fragte mich ein Mandant, ob ich über eine Assistenz, die im Prozess vorne lag, noch eine mündliche Referenz einholen könne. An dieser Stelle hatte ich dann ziemlichen Gesprächsbedarf. Warum? Weil hier nicht nur die Fähigkeiten zählen, sondern vor allem die Chemie entscheidend ist. 🤝

Stellen Sie sich vor, eine Assistenz und der oder die Vorgesetzte – ein Team, das kaum enger zusammenarbeiten könnte. Hier muss nicht nur das Fachwissen stimmen, sondern auch und vor allem der „personal fit“. Die Fähigkeit, die Bedürfnisse des anderen zu antizipieren, eine Harmonie, die man nicht wirklich messen, sondern nur fühlen kann. Hier wird’s heikel, wenn wir über mündliche Referenzen sprechen.

Nehmen wir an die besagte Assistenz war die rechte Hand von Herrn Müller, CEO eines größeren internationalen Unternehmens. Ihre Zusammenarbeit war geprägt von einer seltenen Harmonie – sie dachten in dieselbe Richtung, waren organisatorisch gleich unterwegs und hatten einen ähnlichen Sinn für Humor. Herr Müller war Makromanager, die Assistenz organisierte ihn komplett und er ließ es zu.

Und dann gab es die Zusammenarbeit mit Frau Schmidt, auch C-Level. Kompetent, effizient, aber irgendwie hat es persönlich nie so recht gefunkt. Vielleicht lag es am unterschiedlichen Kommunikationsstil, vielleicht daran, dass die Assistenz die Details gerne im Vorfeld plante, während Frau Schmidt spontan entschied, wenig Informationen rausgab und ein hohes Maß an Kontrolle mitbrachte.

Wenn Frau Schmidt nun nach ihrer Meinung gefragt wird, wie objektiv kann die Einschätzung sein? Und hat diese Zusammenarbeit mit Herrn Müller eine Aussagekraft in Bezug auf die Zusammenarbeit mit dem nächsten Vorgesetzten? Wie wahrscheinlich ist es, dass ein potenzieller neuer Chef, die Nuancen dieser besonderen Arbeitsbeziehung vollständig verstehen kann? 🤷‍♂️

Das Beispiel zeigt meiner Meinung nach, wie subjektiv und fehleranfällig Referenzen sein können. Sie hängen stark von persönlichen Eindrücken ab, die nicht immer fair oder repräsentativ sind. Die Chemie zwischen zwei Menschen kann wunderbar oder weniger gut sein – das sagt jedoch nichts über die fachliche Eignung aus, ganz besonders in einem neuen Team, unter neuen Bedingungen. Das sollte beim Einholen und Betrachten von Referenzen immer im Hinterkopf behalten werden.

Genau diese Aspekte besprach ich mit meinem Kunden. Die Referenz wurde dann nicht mehr eingeholt. Stattdessen gingen sie miteinander zum Mittagessen. Finde ich persönlich großartig, um sich bisschen besser kennenzulernen.

Wie weit gehen Sie, um beliebt zu sein? Letzte Woche hatte ich eine Coachingsitzung mit einer Assistentin – Mitte 50, verheiratet, vier Kinder von 14 bis 20 und fast Vollzeit arbeitend.

Thema: Sie gibt alles, macht Überstunden, zerreißt sich zwischen Familie und Job – und wird damit niemandem wirklich gerecht. Und am wenigsten sich selbst – war mein Gedanke. Dann flossen die Tränen.

Sie sorgt sich immer um andere. Harmonie ist ihr außerordentlich wichtig und ein Nein kommt ihr fast nie über die Lippen. Egal ob es die ständige Hilfe für die Kollegin ist, der Chef dauernd möchte, dass sie ohne Bezahlung länger bleibt oder die große Familienfeier mit 28 Personen bei sich daheim ist. Ihre Meinung tut sie selten und wenn, dann nur sehr leise mal kund.

Wir haben zuerst ihre Antreiber (kommt aus der Transaktionsanalyse) herausgefunden: Die waren „Sei gefällig“ und „Sei perfekt“ – sehr häufige „Frauen-Antreiber“. Nur am Rande: Die Männer haben häufig den Antreiber „Sei stark“.

Woher kommen diese Muster, die uns das Leben häufig so schwer machen? Kein Mensch kann ganz allein für sich existieren und wenn wir bedenken, dass kein Neugeborenes allein überleben kann, ist klar, dass jeder Mensch auf Gemeinschaft angewiesen ist. Ganz früher bedeutete von der Gemeinschaft verstoßen zu werden den sicheren Tod. Das Gehirn, das wir zwischen unseren beiden Ohren tragen, hat sich seit jener Zeit nicht so gravierend verändert. Vermutlich ist deswegen das Bestreben nach Anerkennung so groß.

Jeder von uns hat deshalb schon einmal gegen seine Prinzipien, gegen seine Überzeugung und sein Bauchgefühl gehandelt. Viele Menschen geben sich sogar komplett auf, verbiegen sich, um die Anerkennung anderer zu bekommen. Kurzfristig erreichen sie dadurch Zuspruch. Auf lange Sicht verlieren sie sich aber selbst.

Dagegen hilft zunächst erstmal, das Muster zu erkennen und dann konsequent zu üben. Zum Beispiel das Nein-Sagen zu üben oder mal gegen den Strom zu schwimmen. In der Regel passiert dann gar nichts Schlimmes. Und diejenigen, die auch mal Grenzen setzen, bekommen eher mehr Respekt als die, die alles tun, um die Harmonie nicht zu gefährden. Und je öfter wir die Erfahrung machen, dass unsere Befürchtungen gar nicht eintreten, umso leichter fällt es uns, das neue Verhalten beizubehalten.

Das wird meine Coachee nun die nächsten Wochen üben. Hausaufgabe ist: Mindestens ein Nein pro Tag. Da gibt es viele wertschätzende Möglichkeiten, die wir miteinander erarbeitet haben und die sie über die Lippen bringen kann. Wir haben nun alle 14 Tage einen Call und sie berichtet, was sich verändert.

Erfolg und Zufriedenheit hat viel damit zu tun, seinen eigenen Weg zu gehen. Wir leben besser, authentischer und erfolgreicher, wenn wir uns trauen zu unserer Meinung zu stehen.

Nicht mehr Everybody’s Darling zu sein befreit!

Kündigung oder Gegenangebot annehmen: „Eine Kandidatin navigiert durch die Höhen und Tiefen der Jobentscheidung“.

Die Kandidatin war mit dem aktuellen Job nicht richtig zufrieden, aber der „Leidensdruck“ war nicht groß genug, als dass sie wirklich aktiv auf Jobsuche war. In genau dieser Situation haben wir uns kennengelernt. Und wie es der Zufall will, sie passte wirklich perfekt zu einem Suchauftrag. Ich habe sie dem potenziellen neuen Chef empfohlen und auch hier passte die Chemie wunderbar. Sie war begeistert und wollte den Job. 🤩

Kurz vor dem Kündigungsgespräch habe ich mit ihr gesprochen und sie gebeten, mich nach dem Gespräch anzurufen. Doch das Telefon blieb still und ich hatte ein ziemlich ungutes Gefühl. Am nächsten Tag meldete sie sich und sagte: „Es tut mir echt leid, aber mein aktueller Arbeitgeber hat mir ein Gegenangebot gemacht, und ich überlege, dort zu bleiben“. 🤷‍♀️

Ich kann es nachfühlen. Kündigungsgespräche sind unangenehm. Darüber hinaus ist es schwer etwas Bekanntes zu verlassen und sich aus der Komfortzone zu begeben. Auch ihren Chef verstehe ich sehr gut. Weil es nicht einfach ist, eine Assistentin, die seit 10 Jahren einen guten Job für ihn macht zu ersetzen. Eine längere Einarbeitung muss stattfinden. Für ihn läuft es erst mal nicht rund. Also, ich verstehe beide, aber für mich war es gefühlt der Super-Gau … 🤯

Wir trafen uns am nächsten Tag auf einen Kaffee und besprachen die Situation in aller Ruhe. Ich überrede niemanden. Und das Vertrauen der Kandidatin setze ich nicht aufs Spiel. Dennoch gingen wir einige Fragen durch:

❓ Wie groß ist das Vertrauen Ihres Vorgesetzten jetzt nach dem Kündigungsgespräch noch?

❓ Ist es möglicherweise ein Mangel an Loyalität, den er nun sieht?

❓ Ändert sich die Situation deshalb in Ihrer derzeitigen Position?

❓ Ist das Gehalt der wirkliche Anreiz für den Wechselgedanken gewesen?

❓ Was hat Ihnen am potenziellen neuen Job/Chef/Unternehme so gut gefallen, dass Sie zugesagt hatten?

Vielleicht hilft es Ihnen das zu reflektieren, wenn Sie in einer ähnlichen Situation sind.

Meiner Kandidatin hat es geholfen klarer zu sehen und sie hat trotz des Gegenangebots gekündigt. Warum? Weil es eben nicht nur das Gehalt war, sondern das Gesamtpaket, das sie beim neuen Arbeitgeber bekommt.

Melden Sie sich gerne bei mir, wenn ich Ihnen bei ähnlichen Themen helfen kann! 📞

Individuelle Betreuung für eine erfolgreiche Personalvermittlung

Heute möchte ich über eine Begebenheit berichten, die mich total gefreut hat.

Letzte Woche rief mich eine Kandidatin an, mit der ich vor einigen Jahren in Kontakt war. Sie ist jetzt offiziell im Ruhestand, ist aber sporadisch hier unterwegs und las einen Kommentar von mir. Sie erkannte Parallelen zu unserem Kontakt damals, und sie hatte recht, ich schrieb da über sie und ihr Mindset.

Damals war sie knapp 60 Jahre alt. Ich erinnere mich noch sehr gut an unsere Gespräche. Sie war sprühend, dynamisch und neugierig im besten Sinne, hatte ein enormes Fachwissen (immer auf dem neuesten Stand) und ein absolut positives Mindset. Sie meinte: „Frau Borlinghaus, ich bin jetzt 60 Jahre alt und gerade arbeitslos geworden. Ich mach mir aber keine Sorgen – ich weiß, was ich kann.“ Und GENAU DAS strahlte sie auch aus. Was soll ich sagen, sie fand selbst innerhalb von vier Wochen eine befristete Stelle. Das war turbo, denn damals hatten wir noch nicht so einen Arbeitnehmermarkt wie heute!

Was passierte dann? Ihre beiden Chefs waren hellauf begeistert und kämpften wie die Löwen um ihre Assistentin. Es gab einen Einstellungsstopp, dennoch schafften sie es, dass Stelle entfristet wurde und sie blieb dort bis zur Rente.

Ich teile das mit Ihnen, weil es zeigt, wie wichtig

1. ein positives Mindset ist. Nicht weil dadurch Wunder geschehen, sondern weil ich das, was ich über mich und meine Situation denke auch transportiere.

Ich habe oft erlebt, dass Menschen schon ab 50 meinen, dass sie aufgrund ihres Alters keine Chance mehr auf dem Arbeitsmarkt haben. Und das strahlen sie – im Gegensatz zu besagter Assistentin – auch aus.

2. Lebenslanges Lernen ist ein wichtiger Faktor, um nicht zum „alten Eisen“ zu zählen. Hätte sie ihr Wissen nicht auf dem Laufenden gehalten und wäre nicht absolut fit im Umgang mit allen modernen Office-Tools gewesen, wäre es mit Sicherheit anders gelaufen.

Nicht „alter Falter“ sondern bunter Schmetterling!

In diesem Sinne: stay curious, stay awesome and stay up-to-date!

Ende letzten Jahres hatte ich ein Gespräch mit einer Assistentin der Geschäftsführung, die mir Ihre derzeitigen Schwierigkeiten schilderte. Ich teile das gerne mit Ihnen, da viele das durchleben können – die Situation, wenn der Job, den man sich so sehnlichst gewünscht hat, nicht das ist, was man erwartet hat.

Ein vielversprechender Start:

Als sie sich auf die Position als Assistentin der Geschäftsführung bewarb, war sie voller Enthusiasmus und Überzeugung, dass sie ihren Traumjob gefunden hatte. Das Bewerbungsgespräch lief gut, aber nun, nach den ersten Wochen im Unternehmen, merkt sie, dass die Realität nicht ihren Erwartungen entspricht. Es fühlt sich an, als hätte ihr jemand eine andere Geschichte erzählt als die, die sie nun lebt. 

Die Lücke zwischen Versprechen und Realität:

Hätte sie es damals bereits merken können? Sie ist zutiefst verunsichert und fragte mich, was im Bewerbungsgespräch anders hätte laufen können. Ich antwortete: Welche Fragen hatte sie denn gestellt? Wurden ihre Erwartungen realistisch reflektiert? Sie meinte, im Nachhinein war das wohl zu oberflächlich. Hier eine Hilfestellung:

10 Fragen, die spezifisch sind

  1. Welche konkreten Aufgaben umfasst die Position im Alltag und ändert sich in Zukunft daran etwas?
  2. Wie gestaltet sich die tägliche Zusammenarbeit mit Ihnen und dem Team?
  3. Was sind die drei größten Herausforderungen bzw. was könnte mich an dieser Aufgabe am meisten frustrieren?
  4. Wie wird die Unternehmenskultur in der Führungsebene gelebt?
  5. Wie lange hat meine Vorgänger*in in der Position gearbeitet und warum ist die Stelle vakant?
  6. Wenn Sie sich an Assistenzen erinnern, mit denen Sie bereits gearbeitet haben: Was unterscheidet die Guten von den Besten? 
  7. Warum arbeiten Sie gerne für das Unternehmen?
  8. Wie sehen die Weiterbildungs- bzw. Entwicklungsmöglichkeiten für mich aus?
  9. Gibt es die Möglichkeit einen Teil des Teams kennenzulernen?
  10. Wäre es möglich, den künftigen Arbeitsplatz zu besichtigen?

Abschließende Gedanken

Es ist wichtig, während des Bewerbungsprozesses klare und spezifische Fragen zu stellen und um konkrete Beispiele zu bitten, um Enttäuschungen zu vermeiden. Dann stellen Sie vielleicht rechtzeitig fest, dass der vermeintliche Traumjob nicht zu den individuellen Bedürfnissen und Erwartungen passt.

Und ganz wichtig: Hören Sie auf Ihr Bauchgefühl: Wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein, ist es vielleicht auch so. Haken Sie genauer nach.

Ich bin gespannt auf Ihre Gedanken und Erfahrungen zu diesem Thema! Teilen Sie gerne Ihre Geschichten in den Kommentaren.

#Jobrealität #Karriererrfahrungen #RealTalk

Die älteren Jahrgänge erinnern sich bestimmt noch an Clippy, die nervige Büroklammer aus vergangenen Microsoft-Zeiten. Nun, Clippy, oder auch Karl Klammer genannt, war vor ca. 20 Jahren ein Flop, und heute betritt der coolere, vermutlich intelligentere Nachfolger die Bühne der Assistenz: Copilot! 🚀

Ein bisschen müssen wir uns in Deutschland wohl noch gedulden bis zur Einführung, aber was soll das Wundertool können? Ein paar Beispiele gefällig?

Reiseplanung:
Copilot soll Flüge, Hotels, Mietwagen und andere Reiseoptionen suchen und buchen können, basierend auf den hinterlegten Präferenzen und dem Budget der Assistenz und des Chefs oder der Chefin. Copilot kann auch Reisepläne erstellen und aktualisieren, Reisedokumente organisieren, parallel auf das Wetter vor Ort achten und Erinnerungen senden. 🌐

Besprechungen in Teams vor- und nachbereiten:
Copilot kann für Sie Besprechungen planen, indem er nach Vorgabe Termine findet, die für alle Teilnehmer passen, dann die Einladungen verschickt und die Agenda festlegt. Während der Besprechung sammelt er Fragen über den Chat und beantwortet sie. Kommt ein Teilnehmer etwas später dazu, kann er den Copilot um eine Zusammenfassung der vorherigen Konversation bitten und ist damit sofort auf dem Laufenden. Im Nachgang kann Copilot das Protokoll schreiben und Deadlines für verschiedene Projekte oder Aufgaben setzen. Wichtige Informationen können hervorgehoben, Prioritäten festlegt, Fortschritte überwacht und Erinnerungen oder Warnungen gesendet werden.

Outlook, Excel und Powerpoint:
Sagen Sie Adieu zu überfüllten Posteingängen. Weniger Zeit damit zu verbringen alle E-Mails zu lesen, zu priorisieren und zu beantworten ist vermutlich sehr reizvoll. Anstatt sich durch verworrene E-Mail-Threads mit mehreren Beteiligten zu kämpfen, könnten Sie Copilot um eine Zusammenfassung bitten, in der die Argumente jedes Einzelnen und eine Übersicht über die verbleibenden Fragen enthalten sind. E-Mails nach Stichpunkten formuliert er sowieso und Sie geben nur den Tonfall und die
Keine große Zahlenaffinität? In Excel hilft Ihnen Copilot bei der Datenanalyse. „Analysiere die Quartalszahlen und fasse daraus drei wichtige Trends zusammen“ könnte die Anfrage lauten. Ihr Copilot macht sich auf den Weg und erledigt die gestellte Aufgabe. Im Anschluss macht er Ihnen auch gleich die Präsentation daraus. Da können Sie ihn dann auch anweisen, das Layout einer oder aller Folien zu ändern. 💻

Ein Grund Angst zu haben, dass Sie in Zukunft nicht mehr gebraucht werden?

Keine Panik, liebe Assistenzen! Copilot betritt die Bühne, aber das bedeutet nicht, dass Ihr Einsatz in Zukunft überflüssig wird. Hier sind ein paar entspannte Gedanken dazu:

1. Bye-bye, Langeweile! Hallo, neue Abenteuer: Stupide Routineaufgaben? Lassen Sie die ruhig Copilot übernehmen. Er ist Ihr flinker Assistent, der die langweiligeren Aufgaben erledigt, damit Sie sich auf die interessanteren Themen konzentrieren können.

2. Next Level – Sie sind im 21. Jahrhundert: Copilot bringt ein Tech-Upgrade in Ihr Büro. Team Mensch und Team Technologie sollten da nicht im Wettkampf stehen, sondern sich ergänzen. Sie bringen die menschliche Klasse, Copilot ist das technische Werkzeug – zusammen sind Sie unschlagbar.

3. Emotionen, Kreativität und Co.: Lassen Sie uns ehrlich sein, Ihre wahren Stärken – Emotionale Intelligenz, zwischenmenschliche Fähigkeiten und Kreativität – sind derzeit nicht so einfach von einer künstlichen Intelligenz zu ersetzen.

Fazit: Keine Sorge, das Office bleibt Ihr Spielfeld. Lassen Sie Copilot ruhig ein paar Aufgaben übernehmen. Ihre Rolle wird sich vielleicht verändern (und das hat sie schon die letzten 20 Jahre) aber sie wird definitiv nicht weniger aufregend. ✨🚀

💪So, heute habe ich mal wieder eine inspirierende Geschichte, die zeigt, dass manchmal selbst die unschönsten Ereignisse zu tollen Möglichkeiten führen können! 💪

Ende letzten Jahres coachte ich eine Assistentin, die nach 18 Jahren in einem Unternehmen leider eine alles andere als wertschätzende Kündigung erhalten hatte – der Grund? Ihr Vorgesetzter, mit dem sie die ganzen Jahre sehr loyal – aber auch bissle eingefahren – zusammengearbeitet hatte, musste das Unternehmen verlassen. Und sie wollte man dort dann auch nicht mehr. Ihr könnt euch vorstellen, wie vor den Kopf gestoßen sie war, als die Nachricht kam, dass es keinen Platz mehr für sie gibt…

Aber, und hier kommt der spannende Teil, sie ließ sich nicht unterkriegen! Anfangs war sie geschockt und wollte es nicht wahrhaben, dann war sie deprimiert und nicht handlungsfähig und nach einigen Wochen stellte sie sich der Realität und wurde aktiv. Die Phasen sind teilweise vergleichbar mit einer Trauerzeit – während der Resignation und des Schocks kannst Du nicht handeln.

Gemeinsam haben wir im Coaching ihr Selbstwertgefühl wieder aufgerichtet und nach neuen Perspektiven gesucht und was soll ich sagen – sie hat relativ schnell eine großartige neue Stelle gefunden! 🌟

Letzte Woche kam sie auf ein Käffchen vorbei UND sie strahlte vor Glück und ist so viel motivierter als in den letzten Jahren in ihrem alten Job. Und das Beste daran? Sie hat sogar noch die spannenden Zusatzaufgaben in der Projektarbeit bekommen, die sie sich immer gewünscht hatte. 🎉

Diese Geschichte zeigt, dass ein unschöner Tritt, der uns aus der Komfortzone kickt, manchmal genau das sein kann, was uns letztlich hilft, unser volles Potenzial zu entfalten. Es mag schwer sein, Veränderungen anzunehmen, aber am Ende können sie uns zu neuen Ufern führen, zu denen wir uns sonst nicht aufgemacht hätten.

Also, wenn ihr gerade vor einer Herausforderung steht oder euch eine unerwartete Veränderung aus der Bahn geworfen hat, denkt daran: Das Leben hat vielleicht gerade etwas viel Besseres für euch vorgesehen! Wie sagte schon der alte Kierkegaard: „Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden“

In diesem Sinne: Lasst euch nicht entmutigen – es könnten die besten Chancen auf euch warten!

#Perspektiven #Veränderung #Chancen #Wachstum #Mut

Kommunikation ist alles. Ja, und manchmal ist es echt schwierig den richtigen Moment zu finden, um Dinge zu besprechen. Da können Regeltermine, die Assistenzen mit ihren Chefs und Chefinnen haben, eine große Hilfe sein.

Als Personalberaterin empfehle ich meinen Kandidatinnen und Auftraggebern IMMER – zumindest in den ersten Monaten, wenn möglich täglich – einen regelmäßigen Jour fixe miteinander einzurichten. Diese Treffen sind unglaublich hilfreich, um sich aufeinander einzuschwingen, Prioritäten zu erkennen und effizient zusammenzuarbeiten. 🤝

Doch in Coachings oder Gesprächen stelle ich immer mal wieder fest, dass Assistenzen ihren Jour fixe „opfern“, um anderen, vermeintlich wichtigeren Themen und Menschen Zeit einzuräumen.

Was passiert dadurch? 😳 Es wird auf gar keinen Fall der gute Wille gesehen, anderen Menschen zu helfen! Glauben Sie mir, ich kenne viele Assistenzen, in denen ein großer oder kleiner Helfer schlummert und die dazu noch schlecht nein sagen können. Ihnen entgehen jedoch wichtige Informationen und die Kommunikation zwischen Chef:in und Assistenz wird brüchig. Der gute Wille, anderen zu helfen und flexibel zu sein, wird mit Sicherheit nicht gesehen. Stattdessen wird Ihre mangelnde Informiertheit bemängelt, es entstehen Missverständnisse und Ihre Zusammenarbeit gerät aus dem Takt. 🥴

Machen Sie sich bewusst, dass der Jour fixe nicht nur ein formelles Treffen ist, sondern eine äußerst wertvolle Zeit, um die Zusammenarbeit zu vertiefen, sich im Detail zu informieren und die Arbeitsabläufe zu verbessern. Außerdem bekommen Sie in dieser Zweierrunde auch wichtige informelle Hinweise. Nur so können Sie den bestmöglichen Support bieten. Also: Geben Sie Ihren Jour fixe auf gar keinen Fall her!

Wann werden schon mal die Leistungen von CEOs und Kindergartenkindern verglichen? In der Marshmallow-Challenge können sie sich messen!
Für die Aufgabe treten vierköpfige Teams gegeneinander an und müssen aus

  • 1 Marshmallow (muss an der höchsten Stelle des Turmes platziert werden)
  • 20 Spaghetti-Nudeln (ungekocht ;-))
  • 1 Meter Klebeband
  • 1 Meter Bindfaden

innerhalb von 18 Minuten den höchsten Turm bauen.
Was das mit Assistenz zu tun hat? Ziemlich viel! Denn die CEO-Teams mit Assistenz schnitten deutlich besser ab, als die CEOs alleine (die, wie angedeutet, von Kindergartenkindern übertroffen wurden) siehe Grafik.

Worauf kann man das Ergebnis zurückführen? Der CEO bringt die „specialized skills“ und die Assistenz bringt die „facilitation skills“ ein. Die Kombi ist fast unschlagbar!
Also, das wissen wir doch schon lange: Assistenzen machen ihre Chefs und Chefinnen erfolgreicher!

PS: Für mehr Infos zur „Marshmallow-Challenge“ kann ich dieses YouTube-Video von Tom Wujec (TED-Talk) wärmstens empfehlen: https://www.youtube.com/watch?v=H0_yKBitO8M

Letzte Woche hatte ich ein Erstgespräch mit einem potentiellen neuen Kunden. Die Stelle hatte ich allerdings in 1,5 Jahren zum dritten Mal auf dem Markt gesehen. Macht ein komisches Gefühl…

In Gesprächen mit neuen potentiellen Auftraggebern frage ich grundsätzlich „Warum wird die Position neu besetzt?“ und „Wie lange war sie mit der Vorgängerin besetzt?“ bzw. „Gibt es auf dieser Position häufige Wechsel und wenn ja, woran liegt das Ihrer Meinung nach?“ Nicht immer wird da alles gesagt, aber glauben Sie mir: Nach 18 Jahren als Personalberaterin für Assistenzen kann ich auch gut „zwischen den Zeilen lesen“ 😊.

Wertschätzung ist häufig ein ganz großes Thema, wenn jemand geht! Die Assistenzen verlassen in der Regel nicht das Unternehmen oder ihren Job, sondern den Vorgesetzten. Nicht immer, aber oft!

Liebe Führungskräfte: Wenn Ihre Assistenz Sie entlastet und einen guten Job macht, zeigen Sie Ihre Wertschätzung! Das kann ein Blumenstrauß oder Lob sein, wenn eine große Veranstaltung gut gelungen ist, mal ein „Danke fürs länger bleiben.“ oder ein „Wunderbar – die Idee ist großartig.“ Und nein, das schwäbische: „Nicht gemeckert, ist genug gelobt.“ motiviert nicht.

Nehmen Sie Ihre Assistenz ernst! Sie kann so viel mehr als nur Mails schreiben und Meetings planen. Sie versteht Ihre Bedürfnisse, erfasst Ihre Prioritäten und setzt sich dafür ein, dass Sie erfolgreich sind. Und das alles gerne aus der zweiten Reihe!

Die Assistenz ist:

  • Teamplayer:in
  • Ansprechpartner:in
  • Meisterkommunikator:in
  • Zeitmanager:in
  • Supporter:in
  • Moderator:in
  • Travelmanager:in
  • PA, EA, Chief of Staff
  • Zahlengenie
  • PowerPoint-König:in
  • Feedbackgeber:in
  • Seismograph:in
  • Change Manager:in
  • Problemlöser:in
  • Berater:in
  • Vertraute:r
  • Feelgoodmanager:in
  • Coach

Was habe ich vergessen?

PS: Den Auftrag habe ich übrigens angenommen. Das dreimalige Ausschreiben hatte nachvollziehbare Gründe.